Branchenerfahrung in der Automotive-Zulieferindustrie

Die Automobil- bzw. Automotive-Industrie ist der – gemessen am Umsatz – mit weitaus größte Industriezweig in Deutschland. Dieser umfasst zum einen die eigentlichen der Automobilhersteller (OEM) und zum anderen die Automotive-Zulieferindustrie (Tier-1, Tier-2, Tier-3). Laut dem BMWK Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz belief sich in 2021 der Umsatz der Gesamtbranche auf etwa € 411 Milliarden. Davon erwirtschaftete die Automotive-Zulieferindustrie mit € 79,7 Milliarden etwa ein Fünftel. Infolge der starken Arbeitsteilung in der Automotive-Industrie wird durch die Zuliefererunternehmen inzwischen ein Großteil der Wertschöpfung der Branche – gut 70 Prozent – am Standort Deutschland erwirtschaftet. Charakteristisch für die deutsche Automotive-Industrie ist dabei die sehr enge Entwicklungs- und Systemlandschaft. So haben sich komplexe Liefernetzwerke von Fahrzeugherstellern und Zulieferern herausgebildet.

Volatile Märkte, Rohstoffmangel, Lieferkettenengpässe, Energieverknappung

Vor dem Hintergrund der aktuellen vielschichtigen globalen Verwerfungen und Umbrüchen steht gerade die Automotive-Industrie vor enormen Herausforderungen. Da ist zum einen die mit der Corona-Pandemie einsetzende und sich durch den Ukraine-Krieg weiter verschärfende Störung der internationalen Lieferketten. Damit einher geht die Knappheit an Rohstoffen, Vorprodukten und Komponenten. Dann natürlich die aufgrund des Ukraine-Krieges weggebrochenen Absatzmärkte in Russland und Belarus. Weiterhin die Verknappung von Erdöl und Erdgas, die nicht nur kritisch für die Energieversorgung der Industrie ist. Sie wirkt sich auch negativ auf die Petrochemie aus, wodurch die Herstellung von organischen Vorprodukten betroffen ist. Dies betrifft vor allem die Herstellung von Kunststofferzeugnissen, welche auch in der Automotive-Industrie benötigt werden. Gleiches gilt für die Verknappung von Elektronikbauteilen und -komponenten, insbesondere Halbleiter. Hinzukommen Herausforderungen an die Erhaltung und Stärkung der Resilienz von Lieferketten, ebenso wie deren nachhaltige Gestaltung. Daran schließen sich Anforderungen an die Erreichung einer klimaneutralen neutralen Produktion an. Von herausragender Bedeutung sind dabei die Auswirkungen des starken Strukturwandels der Branche. Dies ist zum einen der – infolge der Klimakrise – weltweit forcierte Wandel zur Elektromobilität, zum anderen die fortschreitende Automatisierung und Vernetzung von Fertigungsprozessen. Hierdurch verändern sich die Wertschöpfungsnetzwerke zwischen den Automobilherstellern und der Zulieferindustrie dramatisch.

OEM verdienen Geld, die Zulieferer leiden unter dem Kostendruck

In diesem für alle Akteure der Automotive-Industrie – Fahrzeughersteller wie Zulieferer – sehr schwierigen Marktumfeld leiden insbesondere die Automotive-Zulieferer unter einem exorbitanten – letztlich existenzbedrohenden – Kostendruck. Im Gegensatz zu den Automobilherstellern, die am Markt höhere Absatzpreise durchsetzen können und damit auch ihre Gewinnmargen steigern können, ist der Zulieferindustrie – aufgrund der Marktmacht der Fahrzeughersteller – dieser Weg weitgehend versperrt. Hierauf hat Ende Mai 2022 auch noch einmal eindringlich die ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie in einer Pressemitteilung hingewiesen. Problematisch für die Zulieferindustrie ist vor allem das Zusammenspiel von dramatisch steigenden Vormaterialpreisen und stark steigenden Energiekosten bzw. der sich zuspitzenden Energieversorgungslage. Infolge der grundlegenden strukturellen Umbrüche in den Wertschöpfungsketten der Automotive-Industrie ist es den Zulieferern kaum noch möglich, der dramatischen Kostenexplosion durch Steigerung der Wertschöpfung zu begegnen. Die Zulieferer leben quasi von der Substanz, wohingegen die Automobilhersteller ihre Gewinnmargen steigern können.

Beratungskompetenz der LEGACON Industriekanzlei

Angesichts dieser, für die mittelständisch geprägte Zulieferindustrie dramatischen Marktbedingungen ist die fundierte rechtliche Beratung durch LEGACON Industriekanzlei von entscheidender Bedeutung.

Als industrielle Spezialkanzlei verfügen wir über eine vertiefte Branchenerfahrung in der Automotive-Zulieferindustrie in ihren vielfältigen Facetten. Dabei zeichnet sich unsere Beratungskompetenz durch eingehende Kenntnisse der spezifischen produktions- und fertigungstechnischen Abläufe aus. Hinzu kommen fundierte Kenntnisse der jeweiligen Qualitätsmanagementsysteme. Dies sind die DIN EN ISO 9001 in Verbindung mit den automotive-spezifischen Ergänzungen (z.B. VDA 6.1 und IATF 16949 für die Automotive-Industrie) sowie weitere Standards.

Mit LEGACON Industriekanzlei steht Ihnen damit ein kompetenter Ansprechpartner für die Automotive-Zulieferindustrie zur Seite, mit dem Sie ohne Umschweife „ins Thema einsteigen“ können.

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