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Branchenerfahrung in der Automotive-Zulieferindustrie

Die Automobil- bzw. Automotive-Industrie ist der – gemessen am Umsatz – weitaus größte Industriezweig in Deutschland. Dieser umfasst zum einen die eigentlichen Automobilhersteller (OEM) und zum anderen die Automotive-Zulieferindustrie (Tier-1, Tier-2, Tier-3). Infolge der starken Arbeitsteilung in der Automotive-Industrie wird durch die Zuliefererunternehmen inzwischen ein Großteil der Wertschöpfung der Branche am Standort Deutschland erwirtschaftet. Charakteristisch für die deutsche Automotive-Industrie ist dabei die sehr enge Entwicklungs- und Systemlandschaft. So haben sich komplexe Liefernetzwerke von Fahrzeugherstellern und Zulieferern herausgebildet.

Rohstoffmangel, steigende Energiepreise, weltwirtschaftliche Disruptionen

Vor dem Hintergrund der aktuellen vielschichtigen globalen Verwerfungen und Umbrüche steht gerade die Automotive-Industrie vor enormen Herausforderungen.

In der aktuellen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Lage sind die vielfältigen und in der Vergangenheit noch stabil erscheinenden Lieferketten massiv bedroht. Schon zuvor hatten diverse Einflüsse, wie beispielweise die Corona-Pandemie, Blockaden des Suezkanals, Containerknappheit, die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges zu Störungen der internationalen Lieferketten geführt. Hinzukommt aktuell, dass Europa mehr und mehr zwischen die Mühlsteine der Machtinteressen Chinas und der USA gerät. Dazu gehört zum einen die erratische Zollpolitik der USA, aber auch politisch erzwungene Bezugsbeschränkungen, welche wiederum Gegensanktionen auslösen etc. Stichworte sind hier: Seltene Erden und Computer-Chips / Halbleiter.

Problematisch ist weiterhin die Verknappung von Erdöl und Erdgas, die nicht nur kritisch für die Energieversorgung der Industrie ist. Sie wirkt sich ebenfalls negativ auf die Petrochemie aus, wodurch die Herstellung von organischen Vorprodukten betroffen ist. Dies hat vor allem auch Auswirkungen auf die Herstellung von Kunststofferzeugnissen, welche auch in der Automotive-Industrie benötigt werden. Gleiches gilt für die Verknappung von Elektronikbauteilen und -komponenten, insbesondere die schon angesprochenen Halbleiter. Hinzukommen Herausforderungen an die Erhaltung und Stärkung der Resilienz von Lieferketten, ebenso wie deren nachhaltige Gestaltung. Daran schließen sich Anforderungen an die Erreichung einer klimaneutralen Produktion an. Von herausragender Bedeutung sind dabei die Auswirkungen des starken Strukturwandels der Branche. Dies ist zum einen der – infolge der Klimakrise – weltweit forcierte Wandel zur Elektromobilität, zum anderen die fortschreitende Automatisierung und Vernetzung von Fertigungsprozessen. Hierdurch verändern sich die Wertschöpfungsnetzwerke zwischen den Automobilherstellern und der Zulieferindustrie dramatisch.

OEM verdienen Geld, die Zulieferer leiden unter dem Kostendruck

In diesem für alle Akteure der Automotive-Industrie – Fahrzeughersteller wie Zulieferer – sehr schwierigen Marktumfeld leiden insbesondere die Automotive-Zulieferer unter einem exorbitanten – letztlich existenzbedrohenden – Kostendruck.

Die Automobilhersteller können am Markt höhere Absatzpreise durchsetzen und damit auch ihre Gewinnmargen steigern. Dahingegen ist der Zulieferindustrie – aufgrund der Marktmacht der Fahrzeughersteller – dieser Weg weitgehend versperrt.

Auf diese Missstände weist seit Jahren die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) hin. So auch wieder im Rahmen einer Pressekonferenz zur HANNOVER MESSE 2025. Problematisch für die Zulieferindustrie ist vor allem das Zusammenspiel von dramatisch steigenden Vormaterialpreisen und stark steigenden Energiekosten bzw. der sich zuspitzenden Energieversorgungslage. Infolge der grundlegenden strukturellen Umbrüche in den Wertschöpfungsketten der Automotive-Industrie ist es den Zulieferern kaum noch möglich, der dramatischen Kostenexplosion durch Steigerung der Wertschöpfung zu begegnen. Die Zulieferer leben quasi von der Substanz, wohingegen die Automobilhersteller ihre Gewinnmargen steigern können.

Beratungskompetenz der LEGACON Industriekanzlei

Angesichts dieser für die mittelständisch geprägte Zulieferindustrie dramatischen Marktbedingungen ist die fundierte rechtliche Beratung durch LEGACON Industriekanzlei von entscheidender Bedeutung.

Als industrielle Spezialkanzlei verfügen wir über eine vertiefte Branchenerfahrung in der Automotive-Zulieferindustrie in ihren vielfältigen Facetten. Dabei zeichnet sich unsere Beratungskompetenz durch eingehende Kenntnisse der spezifischen produktions- und fertigungstechnischen Abläufe aus. Hinzukommen fundierte Kenntnisse der jeweiligen Qualitätsmanagementsysteme. Dies sind die DIN EN ISO 9001 in Verbindung mit den automotive-spezifischen Ergänzungen (z.B. VDA 6.1 und IATF 16949 für die Automotive-Industrie) sowie weitere Standards.

Mit LEGACON Industriekanzlei steht Ihnen damit ein kompetenter Ansprechpartner für die Automotive-Zulieferindustrie zur Seite, mit dem Sie ohne Umschweife „ins Thema einsteigen“ können.

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